Veranstaltungsprogramm

Programm 2024


Auch im Jahr 2024 bieten wir Ihnen ein Programm mit Exkursionen und Vorträgen an.

Das Angebot können Sie unserem Programmflyer entnehmen. 

 

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Programm des Geschichtsvereins für das 1. Halbjahr 2024
Flyer Programm Geschichtsverein_1HJ 2024
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Zurückliegende Veranstaltungen

 

Exkursion nach Südtirol mit vielen Eindrücken

Foto: Kreisarchiv Tuttingen
Foto: Kreisarchiv Tuttingen

Vier abwechslungs- und informationsreiche Tage erlebten die 32 Teilnehmer der Exkursion „Südtirol zwischen Reschen und Meran. Romanische Kirchen, mittelalterliche Klöster, Burgen und Schlösser“. Die von Alexander Röhm und Dr. Hans-Joachim Schuster geleitete und in Zusammenarbeit mit der VHS und mit Omnibus-Nagel organisierte Exkursion lockte mit attraktiven Zielen.

 

Darunter waren das im oberen Vinschgau gelegene Benediktinerstift Marienberg, die von einer vollständigen Ringmauer mit drei erhaltenen Stadttoren umgebene Stadt Glurns ebenso wie die um 630 entstandene Kirche St. Prokulus mit ihren Fresken aus dem 8. Jahrhundert. Die Churburg zählt zu den besterhaltenen Burgen Südtirols und begeistert mit ihren zahlreichen komplett ausgestatteten Zimmern und einer reichen Rüstkammer. Führungen durch die Kurstadt Meran und das Schloss Tirol sowie Besichtigungen des ehemaligen Hospizes St. Johann in Taufers und des bereits im Engadin gelegenen und in karolingischer Zeit gegründeten Klosters Müstair rundeten das vielseitige Exkursionsangebot ab.

 

Exkursion nach Rottenburg

Spannende Einblicke in den Alltag einer Römerstadt erhielten die Teilnehmer der Exkursion nach Rottenburg am 11. November.

 

Rottenburg – damals Sumelocenna genannt – war im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. eine bedeutende Stadt und Zentrum einer Civitas, einer großen Gebietskörperschaft im mittleren Neckarraum. Die Stadtmauer dieser römischen Siedlung umfasste eine dreimal größere Fläche als die mittelalterliche Stadt, die auf eine Gründung der Grafen von Hohenberg zurückging. Reste der mittelalterlichen Stadtmauer mit Türmen erinnern an diese Zeit. Von 1381 bis 1805 war Rottenburg Verwaltungssitz der nun österreichischen Grafschaft Hohenberg. Eine deutliche Aufwertung erfuhr Rottenburg, als es 1821 Sitz eines katholischen Bistums wurde.
 

 

Die Teilnehmer kamen in den Genuß zweier sehr sachkundiger und informativer Führungen, darunter eine Stadtführung, die gespickt war mit Gedichten des aus Rottenburg stammenden schwäbischen Mundartpoeten Sebastian Blau.

 

Exkursion nach Konstanz mit Stadtführung und Sonderausstellung zur Revolution 1848/49

Foto: Janine Fischer-Höhn
Foto: Janine Fischer-Höhn

Die Exkursion des Geschichtsvereins am 7. Oktober führte per Bahn nach Konstanz. Dort erwartete die Teilnehmer eine kompetente und interessante Stadtführung, mit einem Rundgang durch die wichtigsten Stationen der Stadtgeschichte: vom Römerkastell auf dem Münsterhügel über das Münster selbst, das Zentrum des größten Bistums im deutschsprachigen Raum war, über die dank des Leinwandhandels florierende Reichsstadt-Zeit bis ins 19. Jahrhundert zu Plätzen, die in der Revolution 1848/40 eine Rolle spielten.

Die Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik“ im Kulturzentrum am Münsterplatz erinnert an die Relikte der Revolution 1848/49. In Konstanz startete der Zug des Revolutionärs Friedrich Hecker durch Baden. Die Ausstellung zeigt Porträts und Erinnerungsstücke aus Nachlässen prominenter Köpfe der Revolution.

 

Ein gemütlicher Abschluss im Innenhof eines Cafés rundete die erfolgreiche Exkursion ab.

 

Historische Führung durch Rottweil

Foto: Kreisarchiv Tuttingen
Foto: Kreisarchiv Tuttingen

Rottweil mit seiner reichen römischen Vergangenheit und seiner langen reichsstädtischen Geschichte war das Ziel der Exkursion des Geschichtsvereins am 16. Juni 2023. Stadtführerin Cornelia Votteler präsentierte auf anschauliche und lebendige Weise der 15-köpfigen Gruppe im Dominikanermuseum den Alltag in der römischen Stadt Arae Flaviae. Ein besonderes Highlight im Museum ist das im 2. Jahrhundert n.Chr. entstandene Orpheus-Mosaik.

 

Der Stadtrundgang führte zu bedeutsamen Plätzen und Gebäuden der Stadtgeschichte sowohl in der Zeit als freie Reichsstadt bis 1803 als auch in der Phase danach als württembergische Oberamtsstadt.: u.a. Predigerkirche, ehemaliges Oberamt oder Schwarzes Tor. Zum Abschluss warfen die Teilnehmer noch einen Blick auf das in seinen Grundmauern freigelegte römische Legionsbad aus dem 1. Jahrhundert n.Chr.

 

Vortrag:" Erfahrungen von Mitgliedern der Familie von Enzberg in der Ukraine im 18. und im 20. Jahrhundert.

Foto: Cornelia Hörburger
Foto: Cornelia Hörburger

Der Historiker Dr. Horst-Dieter Freiherr von Enzberg referierte vor 75 Zuhörerinnen und Zuhörern über Kontakte und Erfahrungen von Mitgliedern der Familie in der Ukraine. Nikolaus Friedrich von Enzberg diente  zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Dienst des russischen Zaren und kämpfte auf dem Gebiet der heutigen Staaten Ukraine und Moldawien gegen die Osmanen. Der Vater des Referenten und dessen Brüder kamen als Soldaten im Zweiten Weltkrieg in Kontakt mit der Ukraine. Onkel Engelhard von Enzberg wurde 1944 auf der Krim vermisst. 

 

Der Referent selbst besuchte während seines Studiums der Osteuropäischen Geschichte im Jahre 1973 die Ukraine. 

 

Der Vortrag stellte zahlreiche Bezüge zur aktuellen Situation in der Ukraine her.

 

Exkursion in die Römerstadt Trier, nach Speyer und Worms

Die dreitägige Exkursion des Geschichtsvereins und des Heimatkreises Fridingen führte in die Römerstadt Trier. Trier war im 4. Jahrhundert ein Zentrum des Römischen Reiches. Die Porta Nigra, die Kaiserthermen oder die Konstantin-Basilika erinnern an diese große Zeit Triers. Ein Hauptaugenmerk der 30 Exkursionsteilnehmern galt der eindrucksvollen Landesausstellung "Untergang des Römischen Reiches" im Trierer Landesmuseum. Auf der Hin- und Rückfahrt waren der Speyrer Dom - der größte römische Kirchenbau in Mitteleuropa und die Stadt Worms Zwischenziele.

 

Geschichts-Exkursion im Napoleonischen Dreieck

Aufgrund der großen Resonanz und der Teilnahmebeschränkung wegen Corona haben das Kreisarchiv und der Geschichtsverein für den Landkreis Tuttlingen die Exkursion erneut ins Programm aufgenommen. Auch die zweite Exkursion war mit knapp 30 Teilnehmern gut besucht. Start war bei der Pfarrkirche in Liptingen in der mehrere Bestandteile des Hochaltars auf die frühere herrschaftliche Zugehörigkeit hinweisen. Die nächste Station führte zum „Simmes-Kreuz“ und zum Grenzstein-Dokumentationsplatz beim sog. „Napoleonischen Dreieck. Dort gab Kurt Breilinger aus Liptingen Informationen zur Flurbereinigung in Liptingen, in deren Rahmen diese beiden Plätze gestaltet wurden, Kreisarchivar Dr. Hans-Joachim Schuster informierte über die territoriale Lage und die Grenzen in der Region im 18. und 19. Jahrhundert. Weiter ging es entlang der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze zur „Schindergrube“ eine der größten Bohnerzgruben in der Region. Hier erhielten die Teilnehmer auch Informationen zum Bohnerzabbau. Der weitere Weg bis Ederstetten war gesäumt von mehreren markanten Landesgrenzsteinen. 

 

Stockach erkundet

Am 25. Mai war Stockach das Ziel einer Nachmittagsexkursion des Geschichtsvereins für den Landkreis Tuttlingen. 25 Teilnehmer erkundeten zusammen mit Stadtarchivar und Museumsleiter Johannes Waldschütz die Geschichte der ehemals vorderösterreichischen und badischen Amtsstadt. Der Spanische Erbfolgekrieg, die napoleonische Zeit oder die Revolution 1848/49 hinterließen Spuren. Wichtig für die Wirtschaft der Stadt war die Lage an einer europäischen Poststraße. Der anschließende Museumsbesuch galt dem Ausstellungsthema Fastnacht. Stockach zählt zu den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Bekannt weit über den Ort hinaus ist das Stockacher Narrengericht.

 

Rundgang durch die Städte Tengen und Blumenfeld

Der Tuttlinger Stadtarchivar führte 20 Teilnehmer durch die Altstädte von Tengen und Blumenfeld. Letzterer Ort war lange Zeit sogar Sitz eines badischen Bezirksamts. In Tengen stand die Kirche St. Georg und das Gebäude des ehemaligen Burgfrieds im Vordergrund. Letzte Station war das direkt an der Schweizer Grenze liegende Örtchen Wiechs am Randen.

 

Geschichts-Exkursion im Napoleonischen Dreieck

Die vom Geschichtsverein angebotene Exkursion stieß auf große Resonanz, wurde aufgrund der Corona-Pandemie aber auf 30 Teilnehmer begrenzt. Die Exkursion startete beim Rathaus Liptingen und führte als erste Stationen zum „Simmes-Kreuz“ und zum Grenzstein-Dokumentationsplatz beim sog. „Napoleonischen Dreieck. An dieser Stationen gab Kurt Breilinger aus Liptingen Informationen zur Flurbereinigung in Liptingen, in deren Rahmen diese beiden Plätze gestaltet wurden, Kreisarchivar Dr. Hans-Joachim Schuster informierte über die territoriale Lage und die Grenzen in der Region im 18. und 19. Jahrhundert. Weiter ging es entlang der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze zur „Schindergrube“ eine der größten Bohnerzgruben in der Region. Hier erhielten die Teilnehmer auch Informationen zum Bohnerzabbau. Der weitere Weg bis Ederstetten war gesäumt von mehreren markanten Landesgrenzsteinen. Aufgrund des großen Interesses wird die Exkursion im Oktober nochmal angeboten.

 

Große Resonanz auf Online-Vortrag

Am Online-Vortrag „Die Äbte der Reichenau und ihre Lehensleute im Hegau, auf der Baar und an der oberen Donau“ nahmen über 60 Interessierte teil. Dieses Angebot des Geschichtsvereins wurde also sehr gut angenommen. Prof. Harald Derschka von der Universität Konstanz zeigte auf, dass das Kloster Reichenau im Mittelalter über umfangreichen Besitz und Herrschaftsrechte nördlich und westlich des Bodensees verfügte. Er gab interessante Einblicke in das Lehensgefüge zwischen Äbten, Vasallen und Lehensbauern, in das komplexe System gegenseitiger Verpflichtungen und bäuerlichen Abgaben. In Tuttlingen, Möhringen, Trossingen und Eigeltingen verfügten die Abtei über zentrale große und wirtschaftliche Kelhöfe. Die Verselbstständigung der Vasallen des Klosters im Spätmittelalter führte zu einer zunehmenden Entfremdung des Lehensguts. 

 

Wichtigste Quelle für die Erkenntnisse von Professor Derschka sind die Reichenauer Lehenbücher im Generallandesarchiv Karlsruhe.

 

Grenzsteinwanderung bei Mühlheim

Mit der coronabedingten Maximalteilnehmerzahl von 20 Interessierten ging es durchs Tiefental und auf den Wirtenbühl. Stadtarchivar Ludwig Henzler führte entlang alter Grenzen zu zahlreichen interessanten und markanten Grenzsteinen. Diese Steine zeigten neben dem Wappen der Stadt Mühlheim, dem Mühlrad, auch das Wappen der Herrschaft Enzberg, ein Ring, oder auf dem Wirtenbühl der österreichische Bindenschild . Die Teilnehmer erhielten von Ludwig Henzler und Hans-Joachim Schuster aufschlussreiche Informationen über die Grenzverhältnisse und die Bedeutung der Grenzsteine.

 

 

Ehemalige Reichsstädte Leutkirch und Isny

Mit insgesamt 42 Teilnehmern im vollbesetzten Reisebus führte die Exkursion von Geschichtsverein und Volkshochschule am Samstag, den 12. Oktober, nach Leut-kirch und Isny, zwei ehemalige Reichsstädte.
In Leutkirch galt das Hauptaugenmerk des Stadtrundgangs der noch gut sichtbaren und erhaltenen mittelalterlichen Gebäudesubstanz. Ziel war zudem das barocke, 1739 bis 1743 erbaute Rathaus mit seinem prachtvoll ausgestatteten Ratssaal.
In Isny ist neben zwei Stadttoren noch ein mehrere hundert Meter langes Stück der Stadtmauer mitsamt dem Wehrgang komplett erhalten und kann begangen werden. Die Stadtführung hatte auch die evangelische Stadtkirche und die barocke Kloster-kirche St. Georg zum Ziel. Das Benediktinerkloster St. Georg wurde 1802 säkulari-siert und fiel an die Reichsgrafen von Quadt, die das Kloster fortan als ihre Schloss-Residenz nutzten.
Die Exkursion auf den Spuren der Geschichte dieser beiden Städte, die seit dem 14. Jahrhundert bis 1802/03 den Status von freien Reichstädten innehatten, fand bei den Teilnehmern sehr guten Anklang.

 

 

Auf den Spuren der Römer im oberen Hegau

Der teilweise freigelegte römische Gutshof zwischen Eigeltingen und Homberg war das erste Ziel der nachmittäglichen Kurexkursion. Die 32 Teilnehmer erhielten Einblicke in die Geschichte der Römer in unserer Region. Das von freigelegte und konservierte Ökonomiegebäude und das sich unter einer schützenden Humus-schicht deutlich abzeichnende Hauptgebäude mit zwei mächtigen Eckrisaliten be-eindruckte die Teilnehmer und vermittelte einen guten Eindruck vom Wohnen der Römer. 
Anschließend besichtigte man den Standort eines weiteren römischen Gutshofs im Walddistrikt Homburg bei Liptingen, wo bereits im 19. Jh. Gebäudereste aus römischer Zeit entdeckt wurden.  Hier ergänzte und überraschte Burgenforscher H. Söllner mit neuen Erkenntnissen und Informationen zur benachbarten hochmittelalterlichen Turmburg.

 

 

Auf den Spuren von Römern und Alamannen: Exkursion nach Freiburg und Vörstetten

Mit 45 Teilnehmern war die gemeinsame Bus-Exkursion des Geschichtsvereins und des Fördervereins Römisches Bad Wurmlingen nach Freiburg und Vörstetten sehr gut besucht und ein großer Erfolg. Im Archäologischen Museum im Colombi-Schlösschen in Freiburg erwartete die Besucher eine kompetente Führung durch die Abteilung Römer. Im Alamannenmuseum in Vörstetten beeindruckte Prof. Dr. Dieter Geuenich durch seine äußerst fachkundigen und hochinteressanten Informationen über die Alamannen und die frühmittelalterliche Geschichte Baden-Württembergs. Anschließend erhielten die Teilnehmer auf einem Rundgang Einblicke in die Gebäude und Präsentationen im Freigelände des Museums. Eine abschließende Einkehr in einem nahen Landgasthof rundete eine gelungene Exkursion ab. Dank an den Förderverein Römisches Bad für die gute Organisation!

Exkursion nach Ravensburg am 16. Februar 2019

Am Samstag den 16.02.2019 machten sich 24 interessierte Teilnehmer auf nach Ravensburg, um im dortigen Museum Humpis-Quartier die Sonderausstellung "Heimat | Fremde - Ravensburger Gastarbeiter erzählen" zu besichtigen. Nachmittags führte eine unterhaltsame Stadtführerin auf ganz besondere Art durch die Stadt.


2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Grund genug darüber nachzudenken, wie sich der Nationalsozialismus in Tuttlingen etablieren konnte. Die Ausstellung im Fruchtkasten geht der Frage nach, wer sich in Tuttlingen für die nationalsozialistischen Ideen stark machte und wie diese zwölf Jahre andauernde Diktatur in Tuttlingen aussah. Strippenzieher und Verfolgte, Schicksale von Tätern und Opfern werden vorgestellt.

Treffpunkt: 16.30 Uhr Museum im Fruchtkasten

Leitung: Museumsleiterin Gunda Woll

Ohne Gebühr