Veranstaltungsprogramm

Programm 2. Jahreshälfte 2021


Nachdem sich die Corona-Lage etwas entspannt hat, können wir Ihnen in der 2. Jahreshälfte, von August bis November2021, ein kleines Programm mit Exkursionen und Vorträgen anbieten.

Das Angebot können Sie unserem Programmflyer entnehmen.

 

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Programm des Geschichtsverein Tuttlingen August - November 2021
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Zurückliegende Veranstaltungen

 

Geschichts-Exkursion im Napoleonischen Dreieck

Die vom Geschichtsverein angebotene Exkursion stieß auf große Resonanz, wurde aufgrund der Corona-Pandemie aber auf 30 Teilnehmer begrenzt. Die Exkursion startete beim Rathaus Liptingen und führte als erste Stationen zum „Simmes-Kreuz“ und zum Grenzstein-Dokumentationsplatz beim sog. „Napoleonischen Dreieck. An dieser Stationen gab Kurt Breilinger aus Liptingen Informationen zur Flurbereinigung in Liptingen, in deren Rahmen diese beiden Plätze gestaltet wurden, Kreisarchivar Dr. Hans-Joachim Schuster informierte über die territoriale Lage und die Grenzen in der Region im 18. und 19. Jahrhundert. Weiter ging es entlang der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze zur „Schindergrube“ eine der größten Bohnerzgruben in der Region. Hier erhielten die Teilnehmer auch Informationen zum Bohnerzabbau. Der weitere Weg bis Ederstetten war gesäumt von mehreren markanten Landesgrenzsteinen. Aufgrund des großen Interesses wird die Exkursion im Oktober nochmal angeboten.

 

Große Resonanz auf Online-Vortrag

Am Online-Vortrag „Die Äbte der Reichenau und ihre Lehensleute im Hegau, auf der Baar und an der oberen Donau“ nahmen über 60 Interessierte teil. Dieses Angebot des Geschichtsvereins wurde also sehr gut angenommen. Prof. Harald Derschka von der Universität Konstanz zeigte auf, dass das Kloster Reichenau im Mittelalter über umfangreichen Besitz und Herrschaftsrechte nördlich und westlich des Bodensees verfügte. Er gab interessante Einblicke in das Lehensgefüge zwischen Äbten, Vasallen und Lehensbauern, in das komplexe System gegenseitiger Verpflichtungen und bäuerlichen Abgaben. In Tuttlingen, Möhringen, Trossingen und Eigeltingen verfügten die Abtei über zentrale große und wirtschaftliche Kelhöfe. Die Verselbstständigung der Vasallen des Klosters im Spätmittelalter führte zu einer zunehmenden Entfremdung des Lehensguts. 

 

Wichtigste Quelle für die Erkenntnisse von Professor Derschka sind die Reichenauer Lehenbücher im Generallandesarchiv Karlsruhe.

 

Grenzsteinwanderung bei Mühlheim

Mit der coronabedingten Maximalteilnehmerzahl von 20 Interessierten ging es durchs Tiefental und auf den Wirtenbühl. Stadtarchivar Ludwig Henzler führte entlang alter Grenzen zu zahlreichen interessanten und markanten Grenzsteinen. Diese Steine zeigten neben dem Wappen der Stadt Mühlheim, dem Mühlrad, auch das Wappen der Herrschaft Enzberg, ein Ring, oder auf dem Wirtenbühl der österreichische Bindenschild . Die Teilnehmer erhielten von Ludwig Henzler und Hans-Joachim Schuster aufschlussreiche Informationen über die Grenzverhältnisse und die Bedeutung der Grenzsteine.

 

 

Ehemalige Reichsstädte Leutkirch und Isny

Mit insgesamt 42 Teilnehmern im vollbesetzten Reisebus führte die Exkursion von Geschichtsverein und Volkshochschule am Samstag, den 12. Oktober, nach Leut-kirch und Isny, zwei ehemalige Reichsstädte.
In Leutkirch galt das Hauptaugenmerk des Stadtrundgangs der noch gut sichtbaren und erhaltenen mittelalterlichen Gebäudesubstanz. Ziel war zudem das barocke, 1739 bis 1743 erbaute Rathaus mit seinem prachtvoll ausgestatteten Ratssaal.
In Isny ist neben zwei Stadttoren noch ein mehrere hundert Meter langes Stück der Stadtmauer mitsamt dem Wehrgang komplett erhalten und kann begangen werden. Die Stadtführung hatte auch die evangelische Stadtkirche und die barocke Kloster-kirche St. Georg zum Ziel. Das Benediktinerkloster St. Georg wurde 1802 säkulari-siert und fiel an die Reichsgrafen von Quadt, die das Kloster fortan als ihre Schloss-Residenz nutzten.
Die Exkursion auf den Spuren der Geschichte dieser beiden Städte, die seit dem 14. Jahrhundert bis 1802/03 den Status von freien Reichstädten innehatten, fand bei den Teilnehmern sehr guten Anklang.

 

 

Auf den Spuren der Römer im oberen Hegau

Der teilweise freigelegte römische Gutshof zwischen Eigeltingen und Homberg war das erste Ziel der nachmittäglichen Kurexkursion. Die 32 Teilnehmer erhielten Einblicke in die Geschichte der Römer in unserer Region. Das von freigelegte und konservierte Ökonomiegebäude und das sich unter einer schützenden Humus-schicht deutlich abzeichnende Hauptgebäude mit zwei mächtigen Eckrisaliten be-eindruckte die Teilnehmer und vermittelte einen guten Eindruck vom Wohnen der Römer. 
Anschließend besichtigte man den Standort eines weiteren römischen Gutshofs im Walddistrikt Homburg bei Liptingen, wo bereits im 19. Jh. Gebäudereste aus römischer Zeit entdeckt wurden.  Hier ergänzte und überraschte Burgenforscher H. Söllner mit neuen Erkenntnissen und Informationen zur benachbarten hochmittelalterlichen Turmburg.

 

 

Auf den Spuren von Römern und Alamannen: Exkursion nach Freiburg und Vörstetten

Mit 45 Teilnehmern war die gemeinsame Bus-Exkursion des Geschichtsvereins und des Fördervereins Römisches Bad Wurmlingen nach Freiburg und Vörstetten sehr gut besucht und ein großer Erfolg. Im Archäologischen Museum im Colombi-Schlösschen in Freiburg erwartete die Besucher eine kompetente Führung durch die Abteilung Römer. Im Alamannenmuseum in Vörstetten beeindruckte Prof. Dr. Dieter Geuenich durch seine äußerst fachkundigen und hochinteressanten Informationen über die Alamannen und die frühmittelalterliche Geschichte Baden-Württembergs. Anschließend erhielten die Teilnehmer auf einem Rundgang Einblicke in die Gebäude und Präsentationen im Freigelände des Museums. Eine abschließende Einkehr in einem nahen Landgasthof rundete eine gelungene Exkursion ab. Dank an den Förderverein Römisches Bad für die gute Organisation!

Exkursion nach Ravensburg am 16. Februar 2019

Am Samstag den 16.02.2019 machten sich 24 interessierte Teilnehmer auf nach Ravensburg, um im dortigen Museum Humpis-Quartier die Sonderausstellung "Heimat | Fremde - Ravensburger Gastarbeiter erzählen" zu besichtigen. Nachmittags führte eine unterhaltsame Stadtführerin auf ganz besondere Art durch die Stadt.


2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Grund genug darüber nachzudenken, wie sich der Nationalsozialismus in Tuttlingen etablieren konnte. Die Ausstellung im Fruchtkasten geht der Frage nach, wer sich in Tuttlingen für die nationalsozialistischen Ideen stark machte und wie diese zwölf Jahre andauernde Diktatur in Tuttlingen aussah. Strippenzieher und Verfolgte, Schicksale von Tätern und Opfern werden vorgestellt.

Treffpunkt: 16.30 Uhr Museum im Fruchtkasten

Leitung: Museumsleiterin Gunda Woll

Ohne Gebühr